2026, Dänemark

2026/07/28, Tag 1 (1d),
Teilstrecke: 82,3 km,
Gesamtstrecke: 82,3 km

Wir hatten im Beitrag vom 13. August 2025, Teil „Radreise“, bis zum Einzug in unsere neue Wohnung in Münster Hiltrup berichtet. Zwischenzeitlich haben wir die Wohnung weiter eingerichtet und nachdem keine dringlichen Arbeiten mehr anliegen, treibt es uns wieder aufs Rad. Diesmal haben wir uns vorgenommen, Dänemark zu umrunden. Die Vorbereitungen haben wir seit einiger Zeit abgeschlossen, doch das Wetter hatte uns bisher vom Start abgehalten. Entweder herrschte unbeständiges Wetter oder es war schlicht zu kalt. Wir wollen oder besser gesagt, müssen wohl vorwiegend im Zelt schlafen. Vielleicht liegt es an der Urlaubszeit, dass die meisten festen Unterkünfte auf der Strecke ausgebucht sind und die noch verfügbaren Hotels Preise aufrufen, die wir nicht bereit sind zu zahlen. Vielleicht sind wir auch zu verwöhnt. Nicht nur, dass wir uns in Süd- und Südost-Asien oft über Monate darauf verlassen konnten, dass es trocken war. Dass Unterkünfte ausgebucht waren, haben wir so selten erlebt, dass wir nur in Ausnahmefällen vorab reservieren mussten. Zusätzlich hatten wir meist die freie Auswahl, denn selbst gehobene Hotels vermieten zu Preisen, zu denen in Europa nicht einmal eine Monteursunterkunft angeboten wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir, wenn uns das Wetter, die Belegungssituation oder die Preise zu sehr ärgern, die Tour auf einem anderen Kontinent fortsetzen. Preislich dürfte das trotz der Flugkosten ohnehin billiger sein.

Für einen Aufbruch am gestrigen Montag hatten wir alles vorbereitet. Der Blick in den Himmel ließen uns den Plan jedoch überdenken und wir waren froh, doch noch einen Tag gewartet zu haben. Mehrmals hatte es anschließend geregnet und auch die Temperatur hatte nicht wirklich zum Radfahren eingeladen. Erst heute wagten wir es, zu starten. Erstmalig fuhren wir mit dem Fahrrad durch Münster. Wir hatten es in dem einen Jahr, das wir in Hiltrup verbrachten, nicht gewagt, unsere Räder irgendwo in der Stadt abzustellen. Die Gefahr, dass sie gestohlen oder demoliert würden, erschien uns zu hoch. Vielleicht ist diese Sorge jedoch auch unbegründet, möglicherweise gibt es nur noch für E-Bikes, wie die Pedelecs fälschlicherweise in Deutschland meist genannt werden, einen Markt.

Ob Münster die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands ist, wagen wir zu bezweifeln. Nach unserem Geschmack sind hier zu viele Lastenfahrräder unterwegs, deren Lenker davon überzeugt sind, als ökologisch korrekte Verkehrsteilnehmer alleinig Anspruch auf den Radweg zu haben. Ein Überholen ist an vielen Stellen jedenfalls unmöglich. Mit den meisten uns begegnenden Lastenfahrräder wird ohnehin bis auf die Fahrerin (es waren in den meisten Fällen keine Fahrer) nichts transportiert. Das Lastenfahrrad dient anscheinend weniger dem Transport von Lasten als dass es ähnlich dem Kopftuch mehr ein politisches Statement ist. Das linksgrüne Milieu wetterte wohl auch nur solange gegen schwere SUVs, bis es sich selbst solche leisten konnte. Wie vereinbaren es diese angeblich „ökologisch Sensiblen“ mit dem Umweltschutz, ständig Energie für das Beschleunigen ungenutzter Masse zu verschwenden? Bei der Bequemlichkeit hört das Engagement für die Umwelt auf und man nutzt ungeniert einen Elektromotor statt Muskelkraft – was erkennbar vielen Pedelec Fahrern ohnehinb besser täte. Aber die EU hat ja, um Subventionen und Sanktionen zu rechtfertigen, selbst E-Autos als emissionsfrei Absolution erteilt. Da darf man ja nicht hinterfragen, woher der Strom kommt (die spezifischen Treibhausgas-Emissionen des deutschen Strommix liegen trotz der exorbitanten Solar- und Windstromförderung im europäischen Vergleich im gehobenen Mittelfeld, weit über denen Frankreichs mit seinen von Deutschen verhassten Kernkraftwerken). Die Diskussion, dass man im Stil eines Ablasshandels den Akku mit Strom lädt, der laut Tarif klimaneutral erzeugt wurde, soll an dieser Stelle nicht weitergeführt werden. Sachliche Argumente können nur in selten Fällen überzeugen, wenn der eigene Lebenswandel sich selbst und dem Umfeld gegenüber gerechtfertigt werden muss.

Für die Streckenplanung der aktuellen Tour nutzen wir das Programm Komoot. Heute hat es uns gut beraten. Es waren meist gut befahrbare Radwege. Angesichts der Tatsache, dass wir seit einem Jahr keine längere Strecke gefahren sind, wollten wir vorsichtig mit einer Etappe von lediglich 56 km beginnen. Das Profil war flach, es herrschte kein Gegenwind und es war, als wir das ursprüngliche Ziel erreichten, erst 13 Uhr. Daher verlängerten wir die Etappe bis zum nächsten größeren Ort, Lingen. Wie erwartet, gab es dort ein größeres Hotelangebot. Auf dem Weg zu einer von Booking.com als noch buchbar ausgewiesenen Unterkunft sahen wir unmittelbar am Bahnhof ein ansprechendes Hotel. Die Konditionen, Lage, Preis, Unterbringungsmöglichkeiten für Fahrräder, sind akzeptabel und wir haben für zwei Nächte eingecheckt.

Aufnahmedatum 08/03/2026

Aufnahmedatum 22/03/2026

Hier mit einem Elternteil

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Aufnahmedatum 04/04/2026

Dagmar hatte wieder Gelegenheit zu backen.

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Aufnahmedatum 11/04/2026

Die Zeit der Aronstäbe

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Noch lassen die Bäume Licht durch auf die Buschwindröschen

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Aufnahmedatum 17/04/2026

Aufnahmedatum 30/04/2026

Aufnahmedatum 28/07/2026

Endlich können wir aufbrechen

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Das neue Planungsprogramm hat attraktive Wege ausgesucht

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Rechts hinter Bäumen die Kuppel des Kernkraftwerk Emsland (KKE)

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Das dem KKE benachbarte und bereits 1979 stillgelegte Kernkraftwerk Lingen

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Unser aktuelles Hotel in Lingen

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